FAQ - Häufig gestellte Fragen

Merkmale der Mediation

  • Freiwilligkeit: Die Teilnahme an der Mediation ist für alle Beteiligten freiwillig und kann jederzeit beendet werden.
  • Vertraulichkeit: Alle Inhalte, die während des Prozesses besprochen werden, sind vertraulich und werden nicht an Dritte weitergegeben.
  • Allparteilichkeit des Mediators: Der Mediator trifft keine eigenen Entscheidungen, bewertet nicht und schlägt auch keine Lösungen vor, sondern leitet den Prozess mit dem Ziel einer Einigung (z.B. über die Zusammenarbeit, aber ggf. auch über eine Trennung) und sorgt für einen fairen Rahmen.

Vorteile

  • Zeitersparnis und Kosteneffizienz: Mediationen sind oft schneller und kostengünstiger als langwierige Gerichtsverfahren.
  • Erhalt von Beziehungen: Durch die Förderung des gegenseitigen Verständnisses hilft Mediation, persönliche oder Geschäftsbeziehungen zu erhalten oder wiederherzustellen.

Anwendungsbereiche

  • Mediation kann in verschiedenen Bereichen angewendet werden, wie bei Familienstreitigkeiten (z.B. Scheidung, Erbschaft), Konflikten am Arbeitsplatz, in der Wirtschaft oder im öffentlichen Bereich. Mein persönlicher Fokus liegt auf Wirtschaftsmediation, also Mediation in Organisationen, Firmen, Institutionen, Vereinen, Verbänden etc. – und ein besonderer Arbeitsschwerpunkt der letzten Jahre ist Mediation im Gesundheitswesen, also in Kliniken, Arztpraxen, medizinischen Versorgungs- oder Fortbildungsinstituten etc.

Dauer

  • Die Dauer einer Wirtschaftsmediation hängt stark von der Komplexität des Konflikts ab. Einfachere Streitigkeiten können oft in 2-3 Sitzungen à 2-3 Stunden gelöst werden, komplexere Fälle mit langer Konflikthistorie können mehr erfordern. Oft lässt sich nach einem kostenlosen Erstgespräch eine vorläufige Einschätzung abgeben, mit welchem zeitlichen Aufwand zu rechnen ist – und nach Vorgesprächen mit den Parteien eine schon belastbarere Einschätzung.
  • Ein wesentlicher Vorteil der Mediation: Die meisten Fälle können sehr bald bearbeitet werden und innerhalb von wenigen Wochen, höchstens innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden – ein Bruchteil der Zeit, die ein Gerichtsverfahren oder Schiedsverfahren in Anspruch nehmen würde.

Kosten

  • In der Regel haben Mediatoren/innen feste Kostensätze, von denen sie bei bestimmten Kunden (gemeinnütziger Kindergarten o.ä.) aber auch abweichen können. Diese umfassen die eigentlichen Mediationssitzungen und kurze Vor- und Nachbereitungszeiten z.B. zur Konfliktanalyse. Die Kosten werden in der Regel von beiden Parteien zu gleichen Teilen getragen, andere Vereinbarungen sind aber möglich. Hinzu kommen können Raumkosten und ggf. Spesen, sofern Sitzungen an externen Orten stattfinden.
  • Im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren ist Mediation deutlich kostengünstiger: Sie sparen nicht nur Gerichts- und Anwaltskosten, sondern vor allem auch wertvolle Arbeitszeit Ihrer Führungskräfte. Zudem bleiben Geschäftsbeziehungen häufig erhalten, was einen nicht zu unterschätzenden wirtschaftlichen Wert hat. (Interessant ist dazu vielleicht ein Tool, das in der Branchenzeitschrift „Konfliktdynamik“ von meinem Kollegen Felix Wendenburg rezensiert wurde:  Wendenburg, Felix (2014): Rezension – Konfliktkostenrechner. www.konfliktkostenrechner.de von Oliver Ahrens: Mehrstufiges Schätzverfahren zur nachvollziehbaren und aussagekräftigen Ermittlung von Konfliktkosten, Die Wirtschaftsmediation 2/2012, S.12–14. In: Konfliktdynamik 3 (1): 86-87.)
  • Ein unverbindliches Erstgespräch zur Klärung Ihres Anliegens und zur Kostenschätzung ist kostenfrei.

Ablauf einer Mediationssitzung

  • Eine Mediation folgt in der Regel einem Ablauf in fünf Schritten:
    1. Eröffnung und Einführung: Wir sprechen über den Rahmen der Mediation und einigen uns auf Regeln für das Gespräch, z.B. Vertraulichkeit und Respekt.
    2. Themensammlung: Beide Parteien schildern ihre Sichtweise des Konflikts. Ich stelle sicher, dass jeder gehört wird, ohne unterbrochen zu werden.
    3. Interessenerkundung: Wir arbeiten heraus, welche Interessen, Bedürfnisse und Ziele hinter den Positionen stehen. Oft zeigt sich hier bereits, dass mehr Gemeinsamkeiten bestehen als zunächst angenommen.
    4. Lösungsoptionen entwickeln: Gemeinsam erarbeiten wir Ideen für Lösungsmöglichkeiten, die die Interessen beider Seiten berücksichtigen.
    5. Vereinbarung: Die gefundene Lösung wird schriftlich festgehalten. Diese Vereinbarung kann anschließend notariell beurkundet oder in einen vollstreckbaren Titel überführt werden.
  • Wenn ich sie für nötig oder hilfreich ansehe, schlage ich auch Einzelgespräche zwischen mir und den einzelnen Parteien vor.

Was Sie mitbringen sollten

  • Zur ersten Sitzung benötigen Sie:
    • Eine klare Vorstellung davon, was Ihnen wichtig ist.
    • Die Bereitschaft, der anderen Seite zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
    • Vollmacht oder Entscheidungsbefugnis, um verbindliche Vereinbarungen treffen zu können.

Anwaltliche Begleitung

Sie können grundsätzlich mit oder ohne Anwalt bzw. Anwältin an der Mediation teilnehmen. Aus meiner Erfahrung heraus können Anwälte/innen vor allem in den Abschlussphasen jener Mediationen, in denen es um materielle Güter und Verträge geht, ihre Mandanten/innen lohnend beraten und dazu beitragen, dass gefundene Lösungen rechtssicher formuliert werden. Wenn es dagegen z.B. um das Ziel einer wieder herzustellenden guten Zusammenarbeit geht, wird meiner Erfahrung nach selten anwaltliche Begleitung hinzugezogen.

Konflikte zwischen Mitarbeitenden

  • Persönliche Spannungen im Team
  • Kommunikationsprobleme und Missverständnisse
  • Konkurrenz um Ressourcen oder Positionen
  • Mobbing-Vorwürfe

Konflikte zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden

  • Unterschiedliche Erwartungen an Arbeitsweise oder Leistung
  • Kritik an der Art der Führung
  • Konflikte nach Kritikgesprächen oder Abmahnungen
  • Konflikte bei Wiedereingliederung nach längerer Abwesenheit

Konflikte auf Führungsebene

  • Strategische Meinungsverschiedenheiten
  • Kompetenzstreitigkeiten zwischen Abteilungen
  • Spannungen in der Geschäftsführung oder im Vorstand
  • Konflikte bei Nachfolgeregelungen

Konflikte durch Change-Prozesse

  • Konflikte bei Umstrukturierungen oder Fusionen
  • Konflikte bei Einführung neuer Arbeitstechniken
  • Konflikte bei neuen Zielen
  • Unstimmigkeiten bei Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten

Konflikte mit externen Partnern

  • Streitigkeiten mit Geschäftspartnern oder Lieferanten
  • Auseinandersetzungen bei Vertragsauslegungen

Wann Mediation besonders sinnvoll ist

  • Wenn die Beteiligten weiter zusammenarbeiten sollen
  • Wenn Gerichtsverfahren vermieden werden sollen
  • Wenn Vertraulichkeit wichtig ist
  • Wenn eine schnelle, kostengünstige Lösung angestrebt wird
  • Wenn die Geschäftsbeziehung erhalten bleiben soll
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Mediation / Konfliktklärung

Wo sich Konflikte zwischen einzelnen Personen verhärten, führe ich diese respektvoll, zielorientiert und verantwortungsvoll zu Lösungen.

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Team-Coaching

Oft sind es ganze Teams, die Unterstützung brauchen, um ihre Konflikte konstruktiv zu klären. In einem offenen Gespräch leite ich das Team zu neuer Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit.

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Neu: Führungskräfte-Coaching

Praxisnahes Training – im Team oder einzeln – stärkt die Konfliktkompetenz Ihrer Führungskräfte, bringt Ruhe und Nachhaltigkeit in den Führungsalltag.